Tod

So verabschieden Sie sich mit einer Trauerkarte

Im Laufe der Zeit haben alle Menschen mit ihm zu tun: Dem Tod. Dabei spielt es keine Rolle, ob man ihm im direkten oder indirekten Umfeld begegnet. In solchen Fällen möchte man sein Mitgefühl und seine Verbundenheit persönlich ausdrücken. Doch viele Menschen haben Probleme, in solchen Momenten die richtigen Worte zu finden. Ein informativer Text gibt die Möglichkeit, diesem Problem zu umgehen.

Weisse Lilien stehen für Reinheit sowie Wiedergeburt und sind ein häufiges Motiv auf Trauerkarten.
Weisse Lilien stehen für Reinheit sowie Wiedergeburt und sind ein häufiges Motiv auf Trauerkarten. © Kara Gebhardt / iStock / Getty Images Plus

Trauerkarten - das Wichtigste in Kürze:

  • Trauerkarten sind persönliche Gesten und sollten auch als solche behandelt werden. Wie Sie eine schöne Trauerkarte schreiben
  • In eine Trauerkarte sollte man in jedem Fall sein Beileid ausdrücken und den Betroffenen Unterstützung oder ein offenes Ohr anbieten. Zu den Beispielen
  • Niemals sind oberflächliche Phrasen erwünscht. Als Abschiedsgruss können zum Beispiel «Aufrichtige Anteilnahme» oder «In tiefem Mitgefühl» verwendet werden. Mehr dazu
  • Passende Motive auf Trauerkarten sind beispielsweise weisse Rosen sowie Engel. Zu den passenden Motiven
  • Geld kann, muss aber nicht in den Umschlag gelegt werden. Mehr erfahren

Bei einem Todesfall im direkten oder indirekten Umfeld drückt man sein Beileid aus. Da es in dieser Zeit eher ungünstig ist, bei den Betroffenen vor der Haustür zu erscheinen, wird in solchen Fällen die Trauerkarte benutzt. In ihr drückt man seine Anteilnahme aus, teilt gegebenenfalls persönliche Erinnerungen und bietet ein offenes Ohr an. Die Trauerkarte soll den Betroffenen Unterstützung geben, sodass sie wissen, dass sie nicht allein mit ihrer Trauer sind.

Wie schreibe ich eine schöne Trauerkarte

Eine schöne Trauerkarte ist in erster Linie eine sehr persönliche Geste, die man nicht aus Zwang der Gesellschaft, sondern von Herzen schreibt. Dies zeigt man mit einer handschriftlichen Trauerkarte. Auf jeden Fall sollte der Computer hier vermieden werden. Dabei ist es überhaupt nicht wichtig, dass die Handschrift unregelmässig oder nicht schön ist. Eine weitere Sache, auf die man achten sollte, ist das Vermeiden von oberflächlichen Phrasen. Aussagen wie «Die Zeit heilt alle Wunden!» oder «Wenigstens habt ihr noch ein Kind!» sind sehr verletzend und tun oft das Gegenteil von dem eigentlichen Ziel. Des Weiteren ist es empfehlenswert, seine Wortwahl anzupassen. Dabei spielt es eine Rolle, wie nah man zur verstorbenen Person oder den Betroffenen steht.

Was schreibt man als letzten Gruss?

Nicht nur bei der allgemeinen Wortwahl, sondern auch beim Abschiedsgruss ist es von der Nähe zum Verstorbenen und den Betroffenen abhängig, welche Grussformel man verwendet. Allgemein sind zum Beispiel: «Mit stillem Gruss», «Aufrichtige Anteilnahme», «In stillen Gedanken», «In Dankbarkeit und Anteilnahme» und «Mitfühlende Grüsse». Persönlichere Worten für die Beileidsbekundung sind: «Fühle Dich von mir umarmt», «Wir werden ihn/sie immer in Erinnerung behalten» und «In freundschaftlicher Verbundenheit».

Wie schreibt man eine trauernde Familie an?

Der Schmerz beim direkten Verlust in der Familie ist unbeschreiblich. Umso schwieriger ist es hier, die passenden Worte zu finden. Eine Trauerkarte zu schreiben, auch wenn man sich nicht so nah stand, ist in jedem Fall eine gute Idee. So weiß die Familie, dass sie auch in diesen schweren Zeiten nicht allein ist. Starten sollte man mit einer Anrede. Am besten spricht man jedes Mitglied direkt mit Namen an. Das gibt den einzelnen Menschen das Gefühl, dass es nicht nur oberflächlich, sondern aus tiefstem Herzen geschrieben ist. Der nächste Schritt ist eine kurze Einleitung. Hier bringt man zu Wort, dass man von dem Tod des Verstorbenen erfahren hat.

Es ist auch empfehlenswert, eine extra Karte oder Text an die Kinder zu schreiben. So haben sie nicht das Gefühl, dass es sich um reine Formalität handelt. Im Hauptteil wird den Betroffenen das Beileid ausgedrückt und je nach Nähe auch Unterstützung oder ein offenes Ohr angeboten.

Beispiele: Was schreibt man in eine Trauerkarte?

Mögliche einleitende Sätze:

«Wir haben so lange mit Euch gehofft, dass sich alles zum Guten wendet. Heute haben wir erfahren, dass (Name) es nicht geschafft hat und trauern leise mit Euch.»
«Mit tiefer Betroffenheit haben wir den plötzlichen Tod Ihrer lieben Frau/Ihres lieben Mannes zur Kenntnis genommen.»

Mögliche weiterführende Sätze:

«Zu dem schockierenden Verlust möchten wir Euch unser tiefstes Beileid bekunden.»
«Wir teilen den schweren Verlust von (Name) mit Euch allen und schicken Euch mit dieser Karte unser tiefstes Beileid.»
«Gebt mir Bescheid, wenn ihr Euch irgendwie helfen kann!»

Als Abschluss können folgende Beispiele verwendet werden:

«In stiller Trauer»
«Mit stillen Gedanken bei (Name)!»
«Aufrichtige Anteilnahme»

Trauerkarte kaufen

Beim Kauf einer Trauerkarte kommt man häufig vor die Frage, welche am besten passt. Trauerkarten beinhalten auf dem Cover meist einen Spruch oder ein Zitat. Hier ist es jedem selbst überlassen, da es auf den Charakter der verstorbenen Person ankommt. Gängige Motive sind beispielsweise weisse Rosen, Lilien oder Nelken. Die weissen Blumen stehen für Stille und Sicherheit. Auch der Engel ist als Beschützer und Begleiter ein beliebtes Motiv. Bei den Farben der Beileidsbekundung steht weiss an erster Stelle. Diese Farbe steht für Tod, Reinheit sowie Ehrlichkeit. Weiss kann in Kombination von grün, was Hoffnung und Erneuerung symbolisiert, oder blau, was Harmonie und Vertrauen zeigt.

Kondolenzkarten bestellen

Häufig bieten Einkaufsläden keine grosse Auswahl an Kondolenzkarten. Das stellt viele Menschen vor die Schwierigkeit, die richtige Karte zu wählen. Anstatt sich diesem Problem im Laden zu stellen, bieten viele Onlineshops die Möglichkeit, solche Karten online zu kaufen. Das hat ausserdem dem Vorteil, dass man Ruhe und Auswahl dabei hat. Die folgenden Websites bieten eine Grosszahl von Kondolenzkarten an:

Trauerkarte gestalten

Wenn man keine Trauerkarte einfach so kaufen möchte, sondern es etwas persönlicher bevorzugt, dann bieten viele Websites die Möglichkeit, sich die Trauerkarte selbst zu gestalten. Das ist weitaus persönlicher und zeigt die Mühe bei den Betroffenen. Mögliche Motive für die Beileidskarte sind weisse Blumen, Engel und ein interessantes sowie passendes Zitat. Bei den Farben ist es ähnlich wie beim Kauf. Weiss steht für Reinheit und Ehrlichkeit und kann als Grundfarbe genutzt werden. Farbakzente können mit grün, blau oder warmen blassen Farben gesetzt werden.

Ist es üblich, Geld in eine Trauerkarte zu legen?

Auf diese Frage gibt es keine richtige und falsche Antwort, da sie umstritten ist. Im Allgemeinen ist es eine schöne Geste, wobei man auf zwei Dinge achten sollte. Für den Fall, dass man sich dafür entscheidet Geld in den Umschlag zu legen, dann nicht weniger als 10 Franken. Die zweite Sache, auf die man achten sollte, ist das Angeben von einem Zweck. Ein gängiger Zweck ist zum Beispiel für Blumen. Gibt man hier keinen Verwendungszweck an, kann das beim Empfänger schnell als Beleidigung ankommen. Im Allgemeinen ist es aber auf die Persönlichkeiten des Verstorbenen und der Betroffenen zu achten. Bei manchen Menschen kommt das von vornherein gut und bei anderen schlecht an.